Gesundheit
Die Ordination von
Gemeindearzt Dr. Friedrich Ipolt ist wegen Urlaub vom 2. bis 5. Jänner geschlossen.
1. Ordination am 9.1.2012.
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Gesundheit, etwas das sich jeder wünscht, aber nicht so leicht zu haben ist. Ich habe diese HP anläßlich eines Spitalsaufenthaltes im Orthopädischen Spital Speising im Juni 2009 begonnen, weil dort bei jedem Bett ein Internetzugang war.
Meine Eintragungen sind von unten nach oben zu lesen. D.h. das aktuellste steht gleich oben.
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Man muß ertragen lernen,
was man nicht vermeiden kann.
Michel de Montaigne
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Dezember 2011. Lange Pause seit der lezten Eintragung:
Meine Krebsbehandlung ist auf Infusionen geändert worden. Diese sollen den Knochen wieder aufbauen.
Meine Schmerzen sind eindeutig von der Wirbelsäule. Aber ich will mich solange Margit mich braucht nicht ins Spital legen. Unbestimmte Dauer mit unbestimmen Ausgang. Da ist mir das Risiko zu groß.
Die Gedanken befassen sich immer mehr mit den Möglichkeiten die uns - beide im Rolli - geblieben sind. Man wird nachdenklicher. Da kommen mir die Gedanken einer Krankenschwester in den Sinn:
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Blind?
ich sehe
Mond, Sonne
Wolkenspiele, Sterne,
Himmel in allen Farben
Lieber Gott, bist Du dort?
ich sehe
Wiesen, Wälder
grüne Blätter, bunte Blumen
kahle Äste
Lieber Gott, bist Du dort?
ich sehe
Flüsse, Seen
Kanäle, trübe Tümpel
klare Quellen
Lieber Gott, bist Du dort?
ich sehe
Dörfer, Städte
kleine Häuser, Fabriken
grosse Wohntürme
Lieber Gott, bist Du dort?
ich sehe
Menschen, Völker
alte Gesichter, junge Gesichter
Kinderaugen, hell gross dunkel
Lieber Gott, bist Du dort?
ich sehe
Gleichgültigkeit
Hass, Krieg
Soldaten
Lebende, Tote
tote Kinder!
Lieber Gott, bist Du dort?
oder
bist Du am Ende
..fort?
Heidi Lachnitt
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Mittwoch, 1. Juni2011. Ein Schlüsseltag.
Es gibt in meinem langen Leben Schlüsseltage. Manchmal weiß man es gleich, manchmal kommt man erst im Rückblick drauf daß dieser/jener Tag ein Schlüsseltag des Lebens war.
Nicht runde Geburtstage, Jubiläen etc. Sondern eigentlich ganz normale Tage, wo man im Nachhinein sagt: Da hat ein neuer Lebensabschnitt begonnen. Etwas Entscheidendes hat sich geändert.
So war auch dieser Tag. Margit hatte Schmerzen, schon seit dem Wochenende. Ich war durch die Betreuung übermüdet. Wollte nur, daß sie einmal im Spital durchgecheckt wird und die fehlende Flüssigkeit mit Infusionen aufgefüllt. Letzten Freitag war es so weit. Sie bekommt die Überweisung nach Baden. So um 20h holt sie das RK. Ich falle angezogen aufs Bett und schlafe umgehend ein. Erschöpft. Um ½ 2h früh (!) klopft und läutet es. Sie bringen Margit zurück. Nur eine Infusion mit 500ccm und die Ablehnung der Aufnahme trotz „dehydriert“ in der ÜW vom Hausarzt.
Es geht ihr nach wie vor schlecht, sie trinkt zu wenig und hat Schmerzen. Also beschließt unser Hausarzt ihr in der Ordination Infusionen zu geben. Ich fahre mit ihr hinunter – mühsam, denn selber Schmerzen im rechten Bein. Sie bekommt 2x 500ccm Infusion und die Auflage, mindestens 1 ½ Ltr zu trinken. Sie nimmt es jetzt ernst. Also verspricht sie – und hält es auch die nächsten Tage - mehr zu trinken und nicht eigenmächtig Medikamente abzusetzen.
Am Mittwoch versuche ich nochmals den Hausarzt zu bewegen sie in ein Spital zum „Service“ unterzubringen. Wochenende vor der Tür und immer dann jammert sie und hat Schmerzen und trinkt zu wenig. Die Physiotherapeutin Ulli kommt gerade dazu und stellt fest, daß sie vollkommen verkrampft ist und kaum stehen kann. Die Beine sind fast nicht zum Stehen zu gebrauchen. Entlastungs-/Entspannungsmassage hilft viel. Viel Liebe und Geduld helfen Margit über diese Stunden.
Unser Hausarzt kommt und sieht schon die spitalsmäßig hergerichtete Tasche. Hart aber ehrlich erklärt er uns die Situation: Die Krankenhäuser nehmen solche Fälle (kein Krank-sein, sondern Pflegefall) nicht auf da höre ich das Wort „Pflegefall“ zum ersten Mal. Jetzt kommt das Schlüsselerlebnis: Ich war bisher der "Betreuer“ von Margit. Nun geht es mir auf, daß ich ab sofort zum „Betreuer +Pfleger“ geworden bin.
Ab sofort ist es plötzlich ein anderes Verhältnis. Mir wird klar, daß ich da noch viel lernen muß. Handgriffe wie aus dem Bett aufheben (trotz meiner verschobenen Wirbel und dem genagelten Fuß.) Lernen, wie ich Pflege statt Betreuung mache. Mein erstes Bedürfnis ist, alle Bekannten anzurufen und um Hilfe zu bitte. Da komm ich drauf daß das niemand in der Familie wirklich interessiert. Jetzt muß ich schauen wie ich das lerne. Jetzt beginnt ein neuer Lebensabschnitt für mich, für uns. Wir müssen versuchen uns beiden das Leben leichter zu machen. Ich will nichts mehr kochen. Margit bemüht sich sehr wieder aktiver zu werden. Selber Ideen beizubringen und nicht mehr Ansprüche zu stellen die mich belasten. Da hat sich auch bei ihr etwas geändert.
Wir sind zwei Pflegefälle geworden, die beide hier im Haus bleiben wollen und sich durchbeißen müssen. Die Katzen brauchen Betreuung, sind aber nicht mehr das Wichtigste. Die Hilfen der Nachbarn werden dankbar angenommen und führen zu einer Neuordnung des täglichen Lebens.
Jetzt weiß ich, was ein Schlüsseltag ist. Ein neuer Lebensabschnitt. Wir nehmen plötzlich unser Alter wahr. So habe ich mich vor ein paar Jahren gewundert, beim Seniorenkurs des ÖAMTC der Älteste zu sei. Die Leute über 60 fühlten sich schon so alt um den Senioren-Kurs zu absolvieren, ich mit meinen damals 76 Jahren hatte gar nicht das Gefühl der Älteste zu sein. Heute bin ich froh immer noch das Auto benutzen zu können und selber Besorgungen zu machen. Mein FS stammt aus 1948! Plötzlich sind die Koffer, die ich noch immer irgendwo stehen habe um schöner Plätze noch einmal zu besuchen, uninteressant geworden. Der Lebensraum ist kleiner und Wr. Neustadt und Baden schon sooo weit weg. Mein Elektro- Quad das mich an die Grundgrenzen bringt ist schon ein Ausflug. Es hilft mir über die Wiese zu kommen. So eng ist meine Welt heute geworden. Margit ist jetzt 87. Wir wollen noch so lange es geht in gegenseitiger Unterstützung hier im Haus leben. Ein gegenseitiges Versprechen und eine Kenntnisnahme der tatsächlichen Situation. Der Gedanke an´s Spital als „Servicestelle“ haben wir aufgegeben.
Dazu paßt der Text, den ich eben gefunden habe:
„Gesund ist nicht der, der körperlich unversehrt ist, sondern gesund ist der, der mit seinem Körper, wie er gerade ist, Lebensfreude hat. Und Humor trägt wesentlich dazu bei, das Leben positiv zu sehen und zufrieden zu sein. Die meisten Menschen zerbrechen nicht an Schicksalsschlägen, sondern gehen im Gegenteil gestärkt daraus hervor. Glück ist immer eine Frage der Balance. Leider ist die Suche nach Glück in uns viel stärker ausgeprägt als die Fähigkeit, das Glück zu genießen. Positive Gefühle zu kultivieren braucht gezielte Anstrengung, aber die lohnt sich.
Dr. Eckart von Hirschhausen.
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So 24.4.2011.
Jetzt war eine lange Pause. Ich war bei einer Nachkontrolle nach den vielen Bestrahlungen. Die Ärztin will mich erst in einem Jahr wieder sehen. Ich weis bisher nicht ob und was die Bestrahlungen gebracht haben. Eine absolute Null-Nummer.
Nun habe ich mich mit der Strahlenstation geeinigt, daß sie eine Kontrolluntersuchung organisieren und haben sich gewundert, daß ich daheim und nicht im Spital bin. Da ist etwas schief gelaufen.
Mi 16.3.11.
Noch eine gute Woche bevor ich einen Termin beim Urologen habe. Die Hoffnung daß er Aufzeichnungen über meinen szt. Nierenkrebs hat ist verflogen. Es gibt nur den Spitalsbrief nach der damaligen OP in Klagenfurt. Wird also einfach eine Routine-Untersuchung. Das bedeutet nur, daß ich bis 4.April auf den Nachuntersuchungstermin im KH WN warten muß. Da erwarte ich mir aber noch nicht viel. Bestenfalls eine Untersuchung oder MR wo es dann wieder auf das Ergebnis warten heißt.
Zum Glück wird das Wetter besser/wärmer und ermöglicht mir die Ausfahrt mit meinem "Schurli" (Quad) über den Grund. Maulwurfshügel glattrechnen, abgebrochene Äste wegräumen - da bewährt sich meine verlängerte Hand wo ich vom Sitz aus die Sachen am Boden erreiche. Und die Kiste am Gepäckträger wo ich den Mist hinein geben kann. Der "Maxi", mein Automower der selbstständig Gras mäht hat auch schon eine Probebrunde hinter sich um die Akkus wieder fit zu machen und aufzuladen. Das lenkt natürlich ab und gibt meiner Partnerin die Möglichkeit wenigstens von der windgeschützten Ecke der Terrasse zuzusehen .
Mo 28.2.11.
Meine Geduld wird auf eine harte Probe gestellt. Ich weiß daß es Zeit braucht um die Wirkungen der Bestrahlung sehen zu können. Der Termin 4.4. dauert halt lang. Ich sitze im Rolli - und doch nicht. Der Kopf kann sich nicht damit abfinden. Immer wieder versuche ich aufzustehen ohne zu denken daß das eigentlich nicht geht. Und dann gehen doch plötzlich ein paar Schritte. Ob man das mit Willenskraft schaffen kann? Das muß ich doch versuchen. Heute kam der Befund vom Spital. Lauter Fachlatein und für mich nicht verständlich. Ich kann nur hoffen daß er Gutes enthält. Ich will es nicht wahr haben daß ich nicht wirklich gehen kann. Aus den ersten Schritten muß mehr werden. Ich muß doch denen Recht geben die mir gut zureden und ihnen beweisen, daß ich ein Kämpfer bin. Irgendwie komme ich noch auf die Beine ! Daß mir viele Leute gut zureden bestärkt mich. Nichts kann ich weniger brauchen als Mitleid...
Do 23.2.2011.
Heute war die Vertrauensärztin hier, weil ich um Pflegegeld angesucht habe. Im Gespräch ist mir erst langsam klar geworden wie schlecht es um meine Gesundheit steht. Langsam sehe ich, daß mein Gefühl bei manchen Aktionen daß es das letzte Mal ist diesen Berg zu besteigen, diesen Ort zu sehen oder diese Sache zu machen, zu Recht bestand. Ich werde mir mein Leben neu einteilen müssen. Deswegen berührt mich die Kerzenmedidation hier oben besonders. Ich zünde schon seit Herbst abends eine schöne Kerze an, weil mir das flackernde Licht Leben anzeigt. Es ist heimeilig bei dieser Kälte und Finsternis.
Trotzdem.
Ein Wort das für mich heute eine andere Bedeutung hat. Das Leben geht weiter. Bis zur Klärung was die 20 Bestrahlungen gebracht haben dauert es wieder. Bis zum 4. April muß ich auf die Nachkontrolle warten. Das ist medizinisch bedingt, aber ich muß damit fertig werden. Es gibt immer wieder Nächte voll mit Schmerzen, aber auch Tage an denen ich Freude und Zuneigung erlebe. Beides gehört dazu. Und auch wieder der Rolli. Ich vergesse immer daß ich nicht gehen kann und will aufstehen. da meldet sich der Schmerz wieder und schon sitze ich.
Do 17.2.1011
Endlich, es ist gechafft. 20 Bestrahlungen hinter mir. Es waren anstrengende Tage und der Schlaf fehlt mir, nachdem die Schmerzen erst um 3-4h früh kommen. Ich bekomme alle möglichen Schmerzmittel und Salben. Mehr können die Ärzte auch nicht machen. Soweit ich informiert wurde hat die Bestrahung mit dem "Beschleuniger" einen Prozess ausgelöst, der in der nächsten Zeit auf den Krebs einwirkt. Daher die Nachuntersuchung mit vorheriger MR erst für Anfang April angesetzt. Also abwarten was mein Körper dazu sagt. Der ist schon ungeduldig und will bei jeder Temperatur über 0 Grad gleich hinaus und die Winterschäden wegräumen... Mein Quad steht schon startbereit vor der Türe. Vielleicht kann ich bald wieder im Auto unterweg sein. Sitzend fahren ist jedenfalls leichter als viel zu gehen. Daheim tut´s der Rolli auch. Ich will mein Bein nicht zu früh belasten. .
Di 15.2.11.
Heute Röntgenkontrolle des Marknagels. Alles OK. Woher die Schmerzen herkommen können mir die Ärzte nicht sagen. Tipp: Topfenwickel, Eisbeutel und jede Menge Schmerztabletten. Noch 2x bestrahlen, dann Suche um evtl. Herde im Körper. Altenative: Tabletten oder Chemie. Wird am Donnerstag entschieden. Muß alle alten Befunde herauskramen. Sie hoffen darin irgendetwas Brauchbares zu entdecken. Und zum Urologen gehen....! (Besser mit RK und Tragsessel hinrollen.)
So 13.2.11.
Endlich zwei Tage ohne Bestrahlung. 16x sind vorbei. Diese Woche nur mehr 4x und Konsilium wie es weitergeht. Kontrolle in der Chirurgie ob der Nagel hält. Dabei bin ich heute Nacht aufgewacht, weil beim Durchstrecken des Beines eine starker Knackser zu hören war und stechende Schmerzen. Gerade so als sei etwas im Knie gerissen. Katze die auf mir gelegen ist auf und davon. 4h früh. Mußte aufstehen und Schmerzmittel nehmen. Tagsüber geht es wieder - wie eine Watschelente komme ich daher. Dabei schneit es den ganzen Tag. Bin froh daß ich gestern noch mit Hilfe meines Quad´s die Batterien der Wetterstation gewechselt habe und gestern noch von Hans zum Einkaufen gebracht wurde. Es findet sich immer noch ein Weg um wieder ein paar Tage zu überleben.

Das ist mein Arbeitsfahrzeug, mit dem ich trotz Behinderung noch alle Stellen im Garten erreiche. Elektrisch, leise und alles was ich brauche gleich vorne in der Werkzeugkiste mit dabei + Greifarm, damit ich ohne Absteigen den Boden erreiche.
Mo 7.2.11.
Heute steht die 12 Bestrahlung auf dem Programm. Leider Schmerzen im Schienbein mit dem Beinnagel. Also Nachkontrolle fällig. Ich sitze wieder im Rolli. Nur ein paar Schritte kann ich gehen, dann werden die Schmerzen zu groß.
Fr Vroni Koisser hat sich beit erklärt, Margit zum Röntgen nach Baden zu begleiten. Nachdem ich das nicht mehr kann bin ich dankbar für diese nötige Hilfe. Es kommt immer wieder Hilfe aus der Umgebung.
Aus aktuellem Anlaß möchten wir uns bei unseren Vis-a-vis Nachbarn herzlich bedanken. Sie haben immer ein Auge für uns und besorgen uns Einkäufe und viele Handgriffe, die wir allein nicht mehr schaffen. Für die Fürsorge und das Gefühl für uns, nicht allein zu sein danken wir herzlich. Das ist Nachbarschaftshilfe wie man sie sich nicht besser vorstellen kann. Samstag hat mich Hans zum Zielpunkt nach Alland geführt und ich konnte nach langer Zeit endlich wieder selbst einkaufen. Das Einkaufswagerl als Rollator. Geht aber nicht lange. Er hilft mir beim Laden und der Weg vom/zum Auto mit Wagerlhilfe geht auch schon. Ein Anfang wieder ganz von unten.
Ich kann nach der Nagel-OP mit dem 30 cm langen Nagel im Schienbein sogar wieder ganz kurz ohne Rolli leben und gehen . Zwar noch sehr übungsbedüftig, aber das Quad hat seine Dienste bereits geleistet und ich kann wieder am Grund fahren. Wichtig: Es geht aufwärts. Gehen ist nur einige Minuten. Dann ist wieder der Rolli am Zug.
Mo 31.11.2011.
Heute, nach der 7.Behandlung fühle ich mich müde. Kein Appetit. Der Geschmack ist nicht mehr so wie am Anfang vollkommen weg. Erfahre von der behandelnden Ärtzin, daß einmal/Woche ein Patientengespräch stattfinden soll.
Die 20 vorgesehenen Behandlungen werden durchgezogen. Dann ein Abschlußgespräch und ein Termin zur Nachkontrolle. Erst dann wird man wissen, wieweit die Bestrahlungen geholfen haben. Also eine lange Zeit der Ungewißheit vor mir. Gefühlsmäßig bin ich positiv eingestellt und sehe auch bei anderen Patienten einen Erfolg.
Nur das rechte Schienbein macht jetzt, mehr als 14 Tage nach der OP Probleme. Ich kann nur schwer und mit Schmerzen auftreten. Das bedeuetet, daß ich mich tagsüber wieder in den Rollstuhl flüchte. Es ist jedenfalls schmerzfreier. Dabei sind die Narben gut verheilt.
Mo 24.1.11.
Die 2. Bestrahlung der zunächst noch weitere 18 folgen sollen. Wie vermutet, Abfahrt um 13:10h, Rückkehr trotz wenig Wartezeit und warten der RK-Helfer auf mich erst um 15:50h zurück. Folgen wie erwartet. Kein Appetit und grauslicher Geschmack im Mund. Müde, ich kann aber im RK-Auto sitzend schlafen.
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Sa 22.1.2011.
Heute erster Versuch mich vom Nachbarn in ein Geschäft führen zu lassen um selber einzukaufen. Idee: Die Wagerl spielen den Rollator für mich und ich kann wieder selbstständig einkaufen.
Ergebnis: Das ging in die Hose. V i e l zu schwer. Ich kann keine 10 Minuten stehen/gehen und mich dabei auf anderes konzentrieren. Abgesehen davon daß der Gang einer Watschelente im Vergleich zu mir eher einer Baletttänzerin gleicht.
Ab Montag steht mir jetzt eine tägliche Bestrahlung Mo-Fr ins Haus. Das bedeutet etwa 3-3,5 Stunden unterwegs ins KH Wr.Neustadt. Wird anstrengend. Aber wenn ich mich da nicht hineinbeiße....! Es ist meine Chance die ich unbedingt ergreifen will.
Zugleich ein Danke an alle, die mir ihren Zuspruch und aufmunternde Worte senden. Es sind überraschend viele !
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Fr 21.1.2011.
Heute Nahtentfernung - so kleine Schnitte wie bei einer Schönheits-OP sagt mein Sohn.
und 1. Strahlentherapie. Ermüdend und nimmt jeden Geschmack. Kein Appetit.
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Für alle die mein Mail nicht direkt erreicht hat oder deren Adresse ich in meiner Müdigkeit nicht gefunden habe:
Liebe Familie, Liebe Freunde,
da ich nicht imstande bin in meinem trotz allem recht muehsamen Zustand
allen zu antworten, eine kurze Beschreibung was mit mir passiert ist.
Dass durch Zufall einen Knochenkrebs im Schienbein entdeckt wurde ist ja
inzwischen bekannt. Dass dadurch der Knochen bis auf 2mm „abgemagert“
war hat dazu gefuehrt, dass mir die Chirurgen einen 30cm langen Nagel
ins Schienbein platziert haben damit ich wenigstens stehen kann. Das ist
gelungen und ich gehe wieder mit Stock. Strengt nur maechtig an.
OP am Die 11.1., Entlassung nach 48 Stunden am 13.1.11. Morgen, am 21.1.
kommen die Naehte heraus. Dann wird der Fahrplan fuer die Chemotherapie
und Bestrahlung ausgeknobelt und wie ich das mit der Betreuung von
Margit zusammen bringe.
Das Hilfswerk ist eingebunden und muss entsprechend einspringen.
Innaechster Zeit werde ich wohl immer wieder einige Tage im KH
verbringen. Wenn ich Genaueres weiss gebe ich Bescheid.
Wichtig fuer mich: Wenn mich die Nachbarn mitnehmen kann ich sogar
einkaufen gehen. Die Wagerl sind ja gute Rollatoren.
Nicht zuletzt moechte ich mich bei allen bedanken, die mir in dieser
Zeit so viel geschrieben und mich aufgemuntert haben. Danke dafur, wie
ihr seht geht es damit schon besser und ich sehe mit gutem Mut der
weiteren Behandlung entgegen. Bitte weiter so !!!!!
Danke fuer alles euer Vater/Opa/Pate/usw… Ernst
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Überraschend die kleinen Pflaster nach der OP. Nur auf der Fußinnenseite und am Knie!

Der 30cm lange Verstärkungsnagel erfüllt seinen Dienst. 48 Stunden nach der OP konnte ich wieder auf eigenen Füßen stehen und das Krankenhaus verlassen. Gleichgewichtssinn und Wirbelsäule müssen nach 6 Wochen Rollstuhl erst wieder trainiert werden. Die Lebensqualität kommt zurück!
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Es gibt ein erfülltes Leben trotz vieler unerfüllter Wünsche.
Dietrich Bonhoeffer, Theologe 1906-1945
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Inzwischen war zu meiner Freude der Besuch hier und es hat sich einiges getan und der Behandlungsbeginn ist für Jänner angesagt.
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Weihnachten sieht heuer anders aus. Mein Ältester Martin war mit Pia und dem Stammhalter Jeronimo aus Lima, wo er die Weihnachtstage bei der Familie seiner Frau vebracht hat, zu Besuch. Da gibt es viel zu erzählen und Bilder anzuschauen und endlich wieder einmal unseren Stammhalter in den Händen zu halten.

Der Weihnachtsbesuch ist vorbei. Mein Wunsch erfüllt. Jetzt kann ich mich wieder aufs Spital konzentrieren.
Allen, die mir aufmunternde Worte geschrieben haben bin ich unendlich dankbar. Ich kann nichts besser brauchen als positive Zusprüche. Ich bin zuversichtlich und bereit für alle Schwierigkeiten. Einen Auszug von diesen Texten ist am Ende dieser Seite.
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Ich komme jetzt fix auf die Onkologie. Mir ist das krebszerfressene Schienbein mit einem Nagel verstärkt werden. Die Chefin/Primaria der Onkologischen Ambulanz hat das erkannt und die Sache persönlich in die Hand genommen. Da die Station über die Feiertage sperrt, darf ich nach Hause und bin anschließend zur Nagel-OP fix aufgenommen worden. Nach 48 Stunden bereits das KH auf eigenen Füßen verlasssen ! Jetzt beginnt die Strahlen-/Chemotherapie.
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Do 16.12.2010. auf der onkologischen Ambulanz Hier fühle ich mich sofort verstanden und aufgehoben. Die Frau Prim. Univ. Doz. Dr. Brigitte Pakisch ist die erste Ärztin die sich meine vielen Befunde wirklich ansieht. Nach einem kurzen Blick auf meine MR-Bilder zieht sie sofort einen chirurgischen Orthopäden zu und erklärt mir, daß der Krebs bereits den tragenen Teil meines Knochens angefressen hat und das SOFORT behandelt gehört. Sie organisiert schon für kommenden Montag ein Bett für mich zur OP-Vorbereitung. Es soll ein Nagel ins Schienbein eingeführt werden der den Knochen stützt.
Medizinische Schwerpunkte
Das Hauptaufgabengebiet liegt in der Versorgung der radio-onkologischen Patienten entsprechend den internationalen Standards, von der Diagnosestellung bis hin zur, in der EU-Patientenschutzrichtlinie verpflichtend vorgeschriebenen Nachsorge. Die perkutane Bestrahlung erfolgt auf Basis einer computerunterstützten, individuellen, 3-dimensionalen und auf Computertomographiedaten beruhenden Planung. Dementsprechend werden bei komplizierten Zielvolumina aufwendige Vielfeldertechniken standardmäßig verwendet. Radiosensitizer (Chemotherapie), Radioprotektoren sowie alternative Fraktionierungsschemata werden im Routinebetrieb eingesetzt.
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Jetzt ist alles anders. Keine Krebs-OP sondern zuerst ein Marknagel zur Verstärkung des angefressenen Knochens und dann Bestrahlung und evtl. Chemie.
Aber meine Wohnpartnerin ist im Spital in Lilienfeld. Unstillbares erbrechen. Noch kein Befund bisher. Heute erfahre ich, sie soll am Fr 17.10 wieder nach Hause kommen. Das geht sich mit meinem Termin aus.
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9.12.2010. Heute in der Chirurgieambulanz im LKH WN zur Befundbesprechung. Eine schwere Enttäuschung. Der Chirurg schaut sich die Bilder gar nicht an, verweist auf die Onkologie, die aber nach 4 Std Wartezeit inzwischen schon geschlossen hat. Also wieder eine Woche vertan und 4 Stunden vergeblich im zugigen Gang ohne Wasser und Essen gewartet.
Wenn er nur einen Blick auf die Bilder geworfen hätte! So wie eine Woche später die Primaria der Onkologie. Ein Fehler wie sich am 16.12 herausstellt ! Ich sitze jedenfalls schon eine Weile im Rollstuhl, da gehunfähig und mit Schmerzen..
Respekt vor meiner Wohnpartnerin, wie sie das jetzt 14 Jahre geschafft hat. Ich werde mich auch noch dran gewöhnen (müssen). Die Onkologische Ambulanz ist erst wieder weder in einer Woche. Die Zeit läuft mir davon.
6.12.2010.
Jetzt weiß ich: Ich habe Knochenkrebs.
Eine Woche dauert es bis ich den Befund in Händen habe. Er bestätigt die MR, aber es gibt noch ungeklärte Stellen im Becken, also wieder warten. Diesmal auf eine Befundbesprechung in der Ambulanz in WN. Dann, schon angedacht, VOR einer Krebs-OP noch Bestrahlung. Das geht ambulant - jeden Tag hin und her fahren. Für einige Sekunden einen halben Tag unterwegs. Kenn ich aber vom Prostata-Krebs da waren es auch 37x nach Wien ins AKH fahren. Hat geholfen und ist heute OK. Die Mühe hat sich also gelohnt. Das gibt Hoffnung für jetzt.
Die Schmerzen sind zu ertragen - da gewöhnt man sich dran! Ja wirklich, sie gehören zum Leben und das lasse ich mir nicht vermiesen. Ich habe mir so ein kleines Notebook angeschafft, mit Internet-Stick. Da kann ich statt blöd zu warten weiter schreiben wenn mir danach ist. Und mit anderen Menschen korrespondieren. Da ist die Wartezeit auf den Transport und im Spital wenigstens sinnvoll genützt.
Am 29.11.10. Szintigraphie unter widrigen Umständen im LKH WN. Den ganzen Tag in Kälte (wegen Umbau) und ohne Essen mit 1 1/2 Ltr Mineralwasser verbracht. Bestellt für 1/2 9h Vormittag. Behandlungs-Termin 17:30 bekanntgegeben. dann doch um 16h eingeschoben. Nach 1h warten auf RK endlich um 18:30h daheim. Befundung erfolgt später, dann mit Post an mich, d.h. wieder warten und Ungewißheit.
Am 11.11.2010 gibt es eine MR, da wird im Klartext ein Knochenkrebs mit 2 x 45mm genannt (nach jeder Seite vom Knochen), der schon 2mm vor einer Blutbahn liegt.
Am 18.10 gibt es aus aktuellem Anlaß eine Phlebographie beider Beine. Als Neben-/Zufallsbefund findet sich ein Schatten am Schienbein. Da denke ich mir noch nichts dabei. "Da muß man halt einmal nachschauen." Der Schatten wird mit 3,6 x 1,7 cm genannt.
Ich höre eben wie Gotthard Riegler, der Sprecher von Radio NÖ an seinem "letzen Arbeitstag" gefeiert wird. Ich hatte mit 81 Jahren noch keinen "letzten" Arbeitstag und bin froh darüber. Ich hoffe daß mein letzter Arbeitstag auch mit meinem letzten Tag zusammenfällt. Man sagt "in den Stiefeln sterben" wäre angemessen. Da wäre ich es zufrieden.
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Die Zusprüche per Mail häufen sich und machen mir Freude.
Jänner 2011
Lieber Pate Wir wünschen Dir weiterhin viel Kraft und Zuversicht für die bevorstehenden Behandlungsschritte. Wir schicken Dir aus der Ferne einen Korb voller Energie und viele positive Gedanken. Wir waren gestern in einem wunderschönen romantischen Konzert des Aargauischen Symphonieorchesters und ich habe dabei ganz fest an Dich gedacht und mir gewünscht, dass ich Dir so wenigstens ein paar schöne und positive Gedanken zukommen lassen kann. In Gedanken bin ich oft bei Dir und hoffe, dass Du weiterhin viele gute Menschen um Dich herum hast, die Dir helfen diese schwierige Zeit durchzustehen. Auch wenn wir Dir nicht helfen können, so sind unsere Gedanken wirklich immer wieder bei Dir und ich glaube, dass Du dies sicherlich das eine oder andere Mal auch spüren kannst. In diesem Sinne schicken wir Dir unsere besten Wünsche für die nächste Woche und hoffen, dass es nebst der ganzen Anstrengung auch immer wieder etwas gibt, worüber Du dich freuen kannst. Mit einem grossen Bussi und herzlichen Grüssen von uns allen aus Reinach Ch. und Familie
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Hallo Ernst,
Das ist ja fürchterlich was dir so passiert ,dir bleibt echt nichts erspart. Zu deinem Glück bist du ein Kämpfer der nicht leicht aufgibt, ich kann dich nur bewundern wie du das alles meisterst. Ich wünsche dir jedenfalls weiterhin viel Kraft und alles Gute für alle deine Behandlungen. Du hast schon so viel Unerfreuliches geschafft ,du wirst sicher auch das überwinden wenn es dir auch viel Kraft und Energie abverlangt. Das Älterwerden ist für uns alle eine Herausforderung und wir wissen zum Glück nicht was noch alles auf uns wartet, aber es ist sicher leichter wenn wir es mit einem nahestehenden Menschen teilen können. Lieber Ernst ,alles erdenklich Gute für dich u,Margit wünscht dir ganz herzlichst, C.
Zur Weihnacht 2010
möge die gesundheit und das sonstige befinden nicht schlechter werden,
sie sind gott sei dank ein sehr positiver mensch.
nochmals alles gute V.K.
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Lieber Pate
Es ist traurig, dass Euch so viele Sorgen ins Haus stehen und die Zukunft sich
nicht einfach anhört. Was uns bleibt ist Euch beiden von Herzen viel
Kraft und Zuversicht zu wünschen. Vielleicht kann ja der Besuch aus
Chile ein paar Minuten der Ablenkung und der Freude bringen. Wir
wünschen Euch dies von ganzem Herzen. Ansonsten sind unsere Gedanken
viel bei Dir und wir hoffen so, dass sie Dir ein wenig Zuversicht und
Energie schenken, um die kommenden Tage so gut wie möglich zu
überstehen. Lieber Pate ich würde Dir so gerne ein hoffnungsvolles und
schönes neues Jahr wünschen und weiss doch, dass bei solchen
Einschnitten einfach die nächsten Tage zählen. Papa hat mir einmal in
ein Album einen Spruch geschrieben der endete damit … und wenn Du
glaubst es geht nicht mehr, so kommt von irgendwo ein Lichtlein her! Ich
wünsche Dir ganz fest, dass auch Du einen solchen inneren Halt hast und
Dich darauf verlassen kannst, dass Du trotz allem nie ganz alleine bist
und Dir die Kraft und Zuversicht geschenkt wird, die Du nun so
notwendig hast.Mit diesen Gedanken wünsche ich Euch beiden ein Licht und viel Zuversicht. Ch+M
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dir alles gute und werden uns bestimmt bei margit melden. Liebe grüße von p und r
Inzwischen stöbere ich im Internet um die Möglichkeiten zu erkunden die mir ins Haus stehen:
Knochenkrebs
Krebs- erkrankungen
(Stand: 14. Juli 2010)
Mediziner bezeichnen alle bösartigen Geschwulste, die im Knochengewebe vorkommen, als Knochenkrebs. Dank moderner Therapieverfahren kann man Knochenkrebs in vielen Fällen heilen. Je früher der Krebs erkannt wird, desto besser ist auch die Chance, wieder gesund zu werden.
Zu den wichtigsten
von Knochenkrebs gehören Schwellungen,
sowie Bewegungseinschränkungen an der Stelle der Geschwulst (Tumor) Häufig vorkommende Formen von Knochenkrebs sind das
Osteosarkom
und das
Ewing-Sarkom
. Die Ursachen für Knochenkrebs sind bisher nicht geklärt. Experten vermuten, dass
eine Rolle spielen. Knochenkrebs behandelt der Arzt in der Regel mit einer Kombination aus
, Operation und
Die genaue Behandlung ist jedoch von Fall zu Fall verschieden. Sie hängt zum Beispiel von der Art der Lage und der Größe des Tumors ab, aber auch davon, wie weit die Erkrankung bereits vorangeschritten ist.
Unter Knochenkrebs versteht man per Definition bösartige Geschwulste (Tumoren), die im Knochengewebe vorkommen. Bösartige Tumoren bestehen aus entarteten Zellen, die sich anders und schneller teilen als normale Zellen und dabei gesundes Gewebe zerstören. Einige der Krebszellen wandern von ihrem Ursprungsort aus über das Blut oder das Lymphsystem in andere Organe und vermehren sich dort als Tochtergeschwulste (Metastasen). Bei Knochenkrebs unterscheidet man primäre und sekundäre Tumoren.
Primäre Knochentumoren treten selten auf. Sie entwickeln sich direkt aus Zellen, die in den Knochen, im Knorpel oder im Knochenmark vorkommen.
Bei den sekundären Knochentumoren handelt es sich nicht um Knochenkrebs im eigentlichen Sinne, denn sie entwickeln sich als Folge einer anderen Krebserkrankung Sekundäre Knochentumoren entstehen dann, wenn ein entfernter Tumor ” zum Beispiel der Brustdrüse oder der Lunge ” ins Knochengewebe streut und Tochtergeschwulste im Knochen (Knochenmetastasen) bildet. . Sekundäre Knochentumoren können bereits vorhanden sein, wenn der Krebsherd im Ursprungsorgan noch keine oder kaum Beschwerden verursacht.
Das Wort Tumor ("Schwellung") steht nicht nur für bösartige Neubildungen: Neben den bösartigen Knochentumoren, also dem Knochenkrebs, gibt es noch die wesentlich häufigeren, gutartigen Knochentumoren. Dabei handelt es sich nicht um Krebs. Darüber hinaus gibt es Geschwulste, die weder der einen noch der anderen Gruppe angehören. Diese heißen daher auch semimaligne Tumoren (halb bösartige Tumoren).
Die beiden wichtigsten Formen von Knochenkrebs sind das Osteosarkom und das Ewing-Sarkom. Beide Krebsarten treten bevorzugt bei Kindern und Jugendlichen auf. Das Osteosarkom ist ein Tumor, der aus entarteten Knochenzellen entsteht. Das nach dem Pathologen John Ewing benannte Ewing-Sarkom ist ein bösartiger Bindegewebe-Tumor, der häufig vom Knochen ausgeht und vorwiegend die großen Knochen wie Oberschenkel- oder Schienbeinknochen befällt
Auch vorangegangene Strahlen- oder Chemotherapien können bei Knochenkrebs die Ursachen sein: Menschen, die in ihrer Kindheit bereits Krebs hatten und eine Chemo- oder Strahlentherapie erhalten haben, erkranken häufiger an Knochenkrebs als andere Personen.
Bei Knochenkrebs hängen die Symptome von der Art, der Größe und der Lage des Tumors ab. Meist sind Schmerzen an der betroffenen Stelle das erste Anzeichen für Knochenkrebs. Häufig bemerken Betroffene auch eine Schwellung, die die Beweglichkeit der Gelenke einschränkt.
Symptome eines Osteosarkoms Das Osteosarkom ist die häufigste Form von Knochenkrebs. Es entsteht überwiegend in den Knochen der Arme oder Beine, zwischen dem Ende eines Gelenks und dem Schaft eines Röhrenknochens. Zu den Röhrenknochen zählen lange Knochen wie der Oberarmknochen oder der Oberschenkelknochen. Ein typisches Symptom des Osteosarkoms ist eine schmerzhafte Schwellung (z.B. im Bereich des Knies), unter der auch die Beweglichkeit leidet.
Das Ewing-Sarkom entsteht meist im Schaft der langen Röhrenknochen, bevorzugt im Bein. Im Unterschied zum Osteosarkom kommt es jedoch auch in flachen Knochen vor, so etwa im Bereich des Körperstamms. Etwa 20 Prozent der Ewing-Sarkome entstehen in den Beckenknochen und im Kreuzbein.
Um bei Knochenkrebs die Diagnose zu stellen, befragt der Arzt die betroffene Person zunächst nach ihren Beschwerden. Schmerzhafte Schwellungen im Bereich der Arme, der Beine oder des Beckens, die innerhalb kurzer Zeit auftreten, können Anzeichen für Knochenkrebs sein. Je früher man Knochenkrebs erkennt und behandelt, desto besser ist auch die Prognose.
Bei Verdacht auf Knochenkrebs fertigt der Arzt in der Regel eine Röntgenaufnahme des betroffenen Körperbereichs an.
Bei Knochenkrebs können zudem weitere Verfahren zur Diagnose hilfreich sein, so zum Beispiel:
- Ultraschall (Sonographie)
- Computertomographie (CT)
- Skelettszintigraphie (bei Verdacht auf Knochenmetastasen)
- Magnetresonanztomographie (MRT)
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Generell gilt jedoch: Bei Knochenkrebs gibt letztlich nur die Entnahme einer Gewebeprobe (Biopsie) Gewissheit. Hierbei entnimmt der Arzt mit einer Nadel eine Probe aus dem Knochen, welche dann im Labor untersucht wird.
Vermutet der Arzt, dass ein Ewing-Sarkom vorliegt, bestimmt er die Werte zweier Enzyme: Die sogenannte Laktat-Dehydrogenase (LDH) ist wichtig zur Beurteilung der Prognose, die neuronenspezifische Enolase (NSE) erlaubt es, Knochenkrebs von anderen Weichteil- und Knochentumoren abzugrenzen.
Bei Knochenkrebs richtet sich die Therapie nach der Art und Ausbreitung des Tumors. In der Regel werden mehrere Behandlungsformen miteinander kombiniert, wobei Chemotherapie, Operation und Strahlentherapie zur Verfügung stehen. Therapie des OsteosarkomsBei einem Osteosarkom, der häufigsten Form von Knochenkrebs, ist die Therapie der Wahl die Operation. Osteosarkome sind bösartige Tumoren, welche in den langen Röhrenknochen vorkommen. Die Operation wird mit einer Chemotherapie kombiniert. Das Osteosarkom reagiert nur wenig auf ionisierende Strahlen, sodass eine Strahlentherapie nur selten infrage kommt.
Osteosarkom ohne TochtergeschwulsteBeim Osteosarkom hängt die Therapie von der Ausbreitung des Tumors ab. Wenn der Arzt noch keine Tochtergeschwulste (Metastasen) gefunden hat, leitet er vor der geplanten Operation eine Chemotherapie ein. Sie soll den Knochenkrebs verkleinern und eventuell doch vorhandene, nicht sichtbare Tochtergeschwulste (sog. Mikrometastasen) beseitigen. Im Anschluss entfernt der Chirurg den Tumor. Heutzutage versucht man, Amputationen weitgehend zu vermeiden, ohne dadurch den Erfolg der Behandlung einzuschränken. Nach der Knochenkrebs-Operation führt der Arzt die Chemotherapie fort und setzt je nach Fall weitere Substanzen ein.
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Auch wenn das Osteosarkom bereits gestreut hat, beginnt die Knochenkrebs-Therapie mit einer Chemotherapie. Das weitere Vorgehen hängt vom Ergebnis der Chemotherapie ab. Bilden sich der Tumor und die Tochtergeschwulste (Metastasen) vollständig zurück, muss der Patient regelmäßig zur Kontrolle gehen. Ist die Chemotherapie nur zum Teil oder gar nicht wirksam, entfernt der Chirurg sowohl den Tumor als auch die Tochtergeschwulste operativ. Anschließend wird die Chemotherapie weitergeführt.
Wenn das Osteosarkom trotz Chemotherapie weiter wächst, versucht der Arzt, auf andere Chemotherapeutika zurückzugreifen.
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Das Ewing-Sarkom ist der zweithäufigste Knochenkrebs. Im Gegensatz zum Osteosarkom ist es strahlenempfindlich ” ein mögliche Therapie ist also eine Strahlentherapie. In der Regel führt der Arzt jedoch zunächst eine Chemotherapie durch.
Mithilfe einer Bestrahlung oder einer Operation kann der Arzt das Wachstum des Krebses im Knochenmark kontrollieren. Allerdings bilden sich beim Ewing-Sarkom meist sehr früh Tochtergeschwulste ” bevorzugt in der Lunge. Erst seit Einführung der Chemotherapie hat sich die Prognose dieser Form von Knochenkrebs wesentlich verbessert.
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Bei Knochenkrebs hängt der Verlauf von der Krebsform, der Größe und Ausbreitung ab. Personen mit einem sogenannten Osteosarkom haben insbesondere dann gute Heilungsaussichten, wenn der Tumor noch keine Tochtergeschwulste entwickelt hat. Ein Osteosarkom ist eine häufig vorkommende Art von Knochenkrebs. Bei sehr früh erkannten, kleinen Tumoren wird der Großteil der Betroffenen wieder gesund. Wenn sich der Krebs bereits ausgebreitet hat, verschlechtert sich die Prognose – insbesondere, wenn bereits Tochtergeschwulste vorliegen.
Verlauf des Ewing-SarkomDas Ewing-Sarkom ist eine Form von Knochenkrebs, bei der sich ein bösartiger Tumor im Knochenmark gebildet hat. Dank moderner Chemotherapien ist bei diesem Knochenkrebs der Verlauf gut: Nach der Diagnose überleben 64 von 100 Erkrankten länger als 5 Jahre. Je früher das Ewing-Sarkom festgestellt und behandelt wird, desto besser ist die Prognose.
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Da scheinen mir doch einige positive Möglichkeiten offen zu stehen. Das wird sich im LKH WN nach den Befunden entscheiden.